Was heißt eigentlich "BARF"?

Die Bezeichnung BARF kommt aus dem englischen und heißt "Bones And Raw Foods“, was ins deutsche übersetzt soviel heißt wie "Knochen und rohes Futter". Auch die Deutschen haben aus dieser Abkürzung eine Bezeichnung erfunden: Biologisch Artgerechtes Rohes Futter".

Was ist BARFEN?

Unter BARF bezeichnet man die Fütterung von rohem Fleisch, Knochen, Gemüse, ect. Inzwischen gibt es viele sogenannte "Teilbarfer", aber auch die Zahl derjeniger die komplett alle Mahlzeiten für ihre Hunde, Katzen oder Frettchen zubereiten steigt immer mehr.

Was ist supplementieren?

Supplemente sind Nahrungsergängzungsmittel (zb verschiendene Pülverchen oder Tabletten) um die benötigten Werte die das entsprechende Tier bedarf zu erreichen. Ich persönlich halte nichts davon chemische Pülverchen zuzugeben und rechne lieber die Rezepte so aus das durch das Fleisch alle Werte möglichst erreicht werden und ein zufügen von Tabletten und Co kaum mehr notwendig ist. BARF sollte ja naturnahe Ernährung sein, was in meinen Augen durch manch Supplemente wieder "kaputt" gemacht wird. Gegen Supplemente natürlichem Ursprungs ist nichts einzuwenden und manche sind unverzichtbar. Auch zermahlene Eierschalen und Öle fallen unter Supplemente.

Kann Fleisch Krankheiten übertragen?

Vom Schweinefleisch kann der Aujetzki-Virus übertragen werden, dieser ist zwar seit mehreren Jahren in Deutschland nicht mehr aufgetreten, jedoch ist es nicht ausgeschlossen "infiziertes" Fleisch zu bekommen, da Fleisch importiert wird und auch Schweine in Deutschland mit Sperma aus dem Ausland befruchtet werden.
Jede Kuh wird nach dem schlachten auf BSE untersucht, vorher darf sie nicht "zerteilt", geschweige denn verkauft werden. Das Testergebnis ist innerhalb von 3 bis 4 Tagen da, erst dann ist das Fleisch freigegeben und kommt in den Umlauf. Eine Ansteckung mit BSE ist also durch vorgeschriebene Test´s ausgeschlossen.
Salmonellen stellen für einen gesunden Fleischfresser keine Gefahr dar. Sie besitzen viel "aggressivere" Verdauungsenzyme die Salmonellen abtöten.
Würmer können durch Fleisch übertragen werden, aber auch durch schnüffeln an befallenem Kot anderer Hunde reicht aus um sich mit Würmern zu infizieren. Deswegen verbietet keiner seinem Hund das Gassi-gehen, warum also das fressen von rohem Fleisch? Des weiteren scheint der Körper gebarfter Fleischfresser Würmer abwehren zu können, denn bei gebarften Hunden, Katzen oder Frettchen wird sehr selten ein Befall festgestellt.

Sind Knochen schädlich?

Knochen sind sogar sehr wichtig für den Kalzium Bedarf der Fleischfresser. Knochen werden nur in gekochter Form gefährlich, vor allem Geflügelknochen splittern dann sehr und der Hund kann sich innerliche Verletzungen zufügen. Rohe Knochen sind nicht gefährlich, auch nicht vom Huhn, wie fälschlicherweise immer wieder behauptet wird.

Aggressiv durch rohes Fleisch?

Dies ist ein uraltes Vorurteil welches leider bis heute noch in vielen Köpfen herumschwirrt. Woher dieses Vorurteil kommt weiß ich nicht, ich weiß nur das es falsch ist. Aggressiv werden sie vom Menschen gemacht, nicht von der Ernährung.

Mangelerscheinungen beim barfen?

Natürlich ist es nicht damit getan dem Fleischfresser einfach irgendwelches Fleisch vorzusetzen und das wars. Man sollte sich schon damit befassen und für jede Tierart das passende Futter zusammen stellen. Hunde sind sehr tollerant, Katzen und Frettchen hingegen brauchen unter anderem viel Taurin, was aber auch nicht so schwer ist, was man schnell bemerkt wenn man sich mit dem Thema etwas befasst hat. Viele geben aus diesem Grund Suplemente zu, aber mit etwas rechnen kommt man auch mit wenigen Zusätze aus.

Ist Barf nicht sehr zeitaufwendig?

Selbstverständlich ist es nicht damit getan eine Dose zu öffnen und in den Napf zu schütten. Gerade wenn man anfängt zu barfen und den Ablauf noch nicht so kennt. In der Regel holt man aber einen Tag eine größere Menge Fleisch, stellt die täglichen Portionen zusammen und friert sie ein. Danach ist der Zeitaufwand das portionierte Fleisch aus der Tiefkühltruhe zu holen und auftauen zu lassen auch nicht größer als eine Dose aufzumachen.

Ist Barf nicht unheimlich teuer?

Das dachte ich am Anfang auch und für viele ist dies ein Grund zurück zuschrecken. Kauft man das Fleisch im Laden kann es sein das der Preis zu billigem Futter etwas höher ist, allerdings auch nicht mehr als ein paar Euro. Mit der Zeit findet man preiswerte und dennoch gute Preisquellen. Ich persönlich spare inzwischen mehr wie 25% beim barfen ein, im Gegensatz zum Fertigfutter.

 

 



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