Ein Welpe wird ausgewählt

Welpen sind alle unheimlich niedlich, niemals sollte man sich vom Aussehen des
Hundes verleiten lassen. Bevor man sich eine Rasse oder mehrere (bei einem
Mischling) auswählt sollte man sich überlegen was man von dem Hund erwarten.
Passt ein großer Hund in Wohnung / Haus? hat man einen Garten? Wie aktiv
soll der Hund sein? Welche Interessen sollte er haben? Sollte er gutmütig sein
oder hat man bereits Erfahrungen und kommt auch mit einem Dickkopf zurecht?
Man sollte die Hunderasse(n) nach den eigenen Vorraussetzungen festlegen
und nicht vom Optischen ausgehen, denn wird man dem Hund nicht gerecht
hält die Freude nicht lange an. Hat man sich entschieden und einen Wurf
gefunden, sollte man sich vorher mit dem Züchter / Besitzer in Kontakt setzen.
Trotz spezifischen Rassemerkmalen hat jeder Hund seinen eigenen Charakter.
Mithilfe des Züchters / Besitzers kann man den passenden Hund auswählen.
Auf eine gute Umgebung sollte man achten, Zwingerhunde sind selten
sozialisiert, ein verantwortungsvoller Züchter / Besitzer lässt die Welpen in
der Familie groß leben und gewöhnt in frühzeitig an den Alltag, z.B.
Spaziergänge an Straßen usw.. Kümmert er sich nicht oder wenig um die
Welpen ist es vielleicht nur ein Nebenverdienst wobei es nicht um den Hund
geht - in einem solchen Falle sollte man diese Personen nicht unterstützen.
Auch sollte man auf vollständige Impfungen (1. Impfung in der 8. Lebenswoche,
in der 12. Woche folgt die Wiederholungsimpfung + Tollwutimpfung) und
Entwurmung achten.

 

Bevor ein Welpe einzieht

  Steht der Einzug vor der Tür sollte man seine Wohnung "welpensicher"
machen. Das heißt Kabel, giftige Pflanzen, verschluckbare Kleinteile und
Reinigungsmittel sollten für den Welpen nicht erreichbar sein. Teure Teppiche
und Dinge die einem wertvoll sind sollte man für die Anfangszeit ebenfalls ausser
Reichweite bringer. Ein Welpe muss erst noch viel lernen, man muss
damit rechnen das einige Pfützchen, sowie Häufchen auf dem Teppich landen
und auch ein paar Dinge von den spitzen Milchzähnchen zerstört werden. Es
muss eine Stelle gefunden werden wo der Schlafplatz und der Futterplatz stehen
soll, bedenken sie das der Hund sich auch mal zurückziehen möchte auch wenn
er sonst gern mitten im Familienleben ist. Man sollte vorher gemeinsam absprechen was
der Welpe darf und welche Verbote er bekommt, keiner darf Verbote durchgehen
lassen, denn einmal gelernt bekommt man es nicht so schnell wieder aus dem
Welpen heraus.

 

Die ersten Tage mit dem Welpen

Auch wenn der Welpe noch so süß und weich ist, sie sollten ihn nie bedrängen und
ihm seine Ruhe geben die er braucht, was vor allem kleinen Kindern sehr schwer
fallen wird, aber darauf müssen sie ein Auge haben. Ein Welpe kann zwar sehr aktiv
sein, braucht aber zwischendurch immer wieder Verschnaufspausen. Auch Besuch die
den Welpen gleich sehen wollen oder größere Feiern sollten sie verschieben, bis sich
der Welpe bei ihnen eingelebt hat, sonst können sie ihn sehr verschrecken. Der Hund
braucht eine feste Bezugsperson, die sich hauptsächlich um ihn kümmert, auch die
anderen Familienmitglieder müssen sich mit ihm beschäftigen, Besucher sollten
dies aber nicht tun. Die Bezugsperson sollte die ersten Wochen stetig für den Welpen
da sein, das heißt bei berufstätigen Personen die außerhalb arbeiten und ihren Hund
nicht mitnehmen können, muss man einen längeren Urlaub opfern. Die ersten Tage
sollte man den Welpen nicht alleine lassen, dann Schritt für Schritt anfangen ihn
daran zu gewöhnen. Man kann einen Welpen, der vorher ja bei seiner Mutter und
Geschwistern lebte und somit nicht alleine war, nicht einfach so einsam Zuhause
sitzen lassen. Auch ist die Blase noch nicht soweit für mehrere Stunden auszuhalten.
Abzuraten ist davon das sich mehrere Familienmitglieder nacheinander frei nehmen,
da der Hund dann keine richtige Bezugsperson hat und durch die ständigen
Veränderungen schwer Anschluss finden kann.

 

Was sie für einen Welpen benötigen

Lesen sie dazu bitte auch den Text zum Thema >>Anschaffung<<, dort sind die meisten
Dinge bereits aufgelistet, so das ich sie hier nicht noch einmal erwähnen werde. Ein Welpe
benötigt dazu auch spezielles Welpenfutter, dies ist sehr wichtig für seine Entwicklung.
Als erstes sollte man selbstverständlich das Futter reichen welches er beim Züchter oder
Halter bekommen hat, ist man mit diesem Futter nicht zufrieden, muss man den Welpen
langsam an das neue Futter gewöhnen, indem man es dem gewohnten Futter untermischt
und langsam das neue Futter erhöht. Lassen sie sich vor der Abholung des Welpen am
besten den Halsumfang sagen damit sie ein passendes Halsband besorgen können, davon
werden sie noch viele brauchen, denn so ein Welpe wächst sehr schnell heraus. Bei der
Wahl des Spielzeuges sollten sie bedenken das die Milchzähnchen noch nicht alles aushalten,
ein Spielseil ist für Zerrspiele ungeeignet, da die kleinen Zähnchen darin hängen bleiben können.

 

Die Stubenreinheit

Wenn der Welpe mit 10 bis 12 Wochen bei ihnen einzieht ist er mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit noch nicht stubenrein. Wenn der Welpe in der Wohnung
seine Blase entleert oder ein Geschäft hinterlässt dürfen sie mit ihm schimpfen,
ein deutliches, strenges "NEIN" oder "PFUI", bitte keine Vorträge halten, die
versteht der Hund sowieso nicht. Keinesfalls dürfen sie ihn mit der Nase hinein
tunken, denn damit zerstören sie seine Geruchsnerven. Auch körperliche Gewalt
muss ein absolutes Tabu sein! Bedenken sie das der Welpe es nicht besser weiß
und erst erlernen muss was richtig und was falsch ist, also nehmen sie es ihm
nicht übel wenn es nicht gleich klappt. Manche lernen es recht schnell, andere
brauchen einige Zeit dafür. Dies liegt aber auch oft an der Konsequenz des
Besitzers, denn wenn man es einfach durchgehen lässt wird er nicht begreifen
das es falsch ist. Auch muss er sofort danach ausgeschimpft werden, am besten
erwischt man ihn sogar während er sich entleert. Damit der Welpe aber auch
begreift wo er denn sein Geschäft machen soll muss er ausgiebig gelobt, evl.
auch mit einem kleinen Leckerli belohnt werden wenn er draußen seine
Pfütze oder Häufchen hinterlässt.

 

Gewöhnung an Leine und Halsband

Ein Verantwortungsvoller Züchter / Halter hat einen Welpen bereits daran
gewöhnt. Ist dies nicht passiert wird es für die ersten Spaziergänge wahrscheinlich
sehr anstrengend. Das Halsband wird den meisten Welpen anfangs unangenehm
sein und er wird versuchen es durch kratzen los zu werden. Auf der Straße wird
es zu einer Tourtour da der Welpe kaum einen Schritt läuft, deswegen sollte sie es
zunächst auch in der Wohnung nicht ablegen solange er sich nicht daran gewöhnt hat.
Mit der Leine ist es ebenso, auch diese kann als sehr störend empfunden werden
wenn der Welpe nicht schon früh daran gewöhnt wurde. In der Wohnung bindet
man einfach eine kurze Leine oder einen Strick an das Halsband, damit er sich daran
gewöhnt, hat er mit der leine kein Problem mehr lässt man dies in der Wohnung
natürlich weg und kann sich auf einen angenehmeren Spaziergang freuen.

 

Der erste Spaziergang

Der erste Spaziergang in einer fremden Umgebung hat viele Einflüsse auf
einen Welpen, viele neue Gerüche und Geräusche wird er entdecken. Nehmen
sie sich also Zeit, denn er wird nicht im Schnellschritt neben ihnen her laufen.
Viele Welpen erschrecken vor unbekannten Dingen, kennen sie noch keinen
Straßenverkehr werden die vielen lauten Autos dem kleinen Hund einen
Schrecken einjagen. Wenn ein Welpe das erste Mal auf ein Pferd trifft und
dieses vielleicht noch wiehert zieht auch manch frecher Hund den Schwanz
mächtig ein. Aber auch manch vorbeifliegende Plastiktüte oder eine grellgelbe
Mülltonne haben so manchen Welpen bereits einen Schreck versetzt. Sie dürfen
keinesfalls den Welpen bestrafen. Ebenso wäre mit Worten oder Streicheleinheiten
trösten, oder sogar schützend vor dem "Ungeheuer" hochnehmen, denn dies kann
die Angst noch fördern da der Hund sich darin bestätigt fühlt das er Angst haben
muss. Gehen sie weiter als wäre nichts gewesen, zerren sie ihren Welpen dabei
nicht einfach daran vorbei, sondern versuchen sie mit ruhigen Rufen den Hund
zum weiterlaufen zu bewegen. Wenn der Welpe merkt das der Zweibeiner keine
Angst davor hat wird er auch sehr bald seine Furcht vor fremden Dingen verlieren.

 

Die Ernährung eines Welpen

Ein Welpe muss unbedingt spezielles Welpenfutter bekommen, Futter für
ausgewachsene Hunde kann einen negativen Einfluss auf die körperliche
Entwicklung haben. Es ist sehr wichtig das man hochwertiges Futter wählt
welches einen hohen Fleischanteil hat, damit bietet man dem Welpen einen
guten Start in sein weiteres Leben. Natürlich muss man sich erst beim
Züchter / Halter informieren was der Welpe bisher bekommen hat, sollte man
mit diesem Futter nicht zufrieden sein muss man es Schritt für Schritt umstellen
um die empfindliche Verdauung des Welpens nicht durcheinander zu bringen.
Ein Welpe braucht Kohlenhydrate als Energieträgerm Proteine für das Gewebe,
Mineralstoffe für den Aufbau von Blut, Knochen und Zähne, Fette für
den Stoffwechsel, Für den Aufbau der Knochen benötigt ein Welpe Mineralstoffe,
Calzium und Phsphor. Für das Gewebe sind Proteine, sowie Fette wichtig und
als Energieträger sind Kohlenhydrate wichtig. Des weiteren werden auch
Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine nötig. Ein Welpe sollte mehrere
Fütterungszeiten haben, bis zu einem Alter von 10 / 12 Wochen sind 4
Mahlzeiten ideal, bis zu einem Alter von einem halben Jahr sollte man 3
Mahlzeiten geben. Danach sollte der Welpe, wie auch ein erwachsener
Hund eine längere Ruhepause haben, damit das Futter verdaut werden kann
und es nicht zu Magenumdrehungen kommt.

 

 

 

 

Grundregeln müssen eingehalten werden

Mit der Familie muss vorher geklärt sein was der Hund darf und was nicht,
diese Regeln muss man dem Hund vom ersten Tag beibringen, egal wie süß
er guckt. Auch die erste Nacht darf ein Welpe trotz fietschen (wegen Sehnsucht
nach der Mama) nicht im Bett verbringen, da muss man genauso eisern sein wie
wenn der noch kleine Hund auf dem Sofa platznehmen möchte. Bedenken sie
das der Welpe alles was er jetzt darf auch versucht durchzusetzen wenn er
bereits ausgewachsen ist. Vom Tisch darf der Welpe keinesfalls etwas bekommen,
zum einen ist die menschliche Nahrung nicht für den Welpen geeignet und zum
zweiten wird der Hund auch später noch betteln, oder sich sogar seine Leckerbissen
selber vom Tisch nehmen wenn er groß genug ist. Es ist oft schwer den süß drein
blickenden Augen zu widerstehen, doch man muss immer standhaft bleiben und
nichts durchgehen lassen was man sonst auch nicht möchte. Was bei einem Welpen
noch niedlich sein kann wird bei einem großen ausgewachsenem Hund vielleicht
sehr nervig. Auch wird schon der Welpe schnell merken was er tun muss um
sie um den Finger zu wickeln und ihnen dann sehr bald nur auf der Nase
herumtanzen.

 

Die Erziehung eines Welpen

Vom ersten Tag an muss der Welpe lernen, doch bitter überfordern sie ihn nicht
gleich. Am Anfang ist das wichtigste das er seinen Namen lernt, sie müssen ihn
immer wieder damit ansprechen, dabei streicheln bestärkt die positive Verbindung
mit seinem Namen. Wenn sie den Welpen nun rufen müssen sie ihn viel loben, damit
der Welpe weiß das diese Reaktion auf das Wort genau richtig war. Danach sollten
sie langsam mit Grundbegriffe anfangen, aber immer nur mit einem. Das "sitzen" bringt
man am besten bei wenn man ein Leckerli so über den Kopf hält das der Hund sich
hinsetzen muss, dabei immer den Befehl "Sitz" oder einen anderen ihrer Wahl
aussprechen und loben wenn es geklappt hat. Auch wenn der Welpe sich selber
gerade hinsetzen möchte kann man den Befehl aussprechen und anschließend loben.
Bei manchen Hunden klappt es auch sehr gut wenn man das Hinterteil sanft (!)
hinunter drückt. Es kann ein paar Tage dauern bis der Welpe gelernt hat diesen
Befehl auszuführen. Dann kann man mit dem nächsten anfangen, beispielsweise
das Hinlegen. Aus der Position des Sitzens kann man ihm mit Hilfe eines
Leckerlis dazu bringen sich hinzulegen, dazu wird das Leckerli vor dem Welpen
auf dem Boden von ihm wegbewegt. Auch hier muss der Befehl "Platz" oder
"Hinlegen" vor der Ausführung ausgesprochen werden und das Loben wenn
es geklappt hat ist ebenso wichtig. Auch das selbstständige Ausführen wenn
sich der Welpe hinlegt kann gleich genutzt werden, oder man zieht die Pfoten
sanft nach vorn wenn er sitzt. So bringt man dem Welpen langsam immer
mehr Befehle bei, die bereits gelernten müssen natürlich immer wiederholt
werden damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Für einen Welpen reichen 10
Minuten Training am Anfang aus, bzw ist es sinnvoll entsprechende Situationen
zwischendurch auszunutzen. Keinesfalls sollte man den Welpen zu etwas zwingen,
oder ihn am Stück lange Zeit versuchen etwas beizubringen.

   



Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!