Mehlwürmer als Lebendfutter

Mehlwürmer haben einen sehr hohen Eiweißgehalt und sind ein wichtiger Zusatz für die Ernährung von Mäusen, Hamstern, Ratten, Vögeln und anderen insektenfressender Tiere. Auch wenn es für manchen nicht angenehm ist sollten die Mehlwürmer lebend gegeben werden. Leider werden Mehlwürmer in Zooläden oft mit "Abfall" gefüttert, so sah ich bereits tote Goldfische bei den Mehlwürmern liegen. Mit solch Fehlernährten Würmern tut man auch den Tieren die sie fresse keinen großen Gefallen. Aus diesem Grunde kann ich nur empfehlen die Mehrlwürmer selbst zu züchten.

 

Die Mehlwurmzucht

Viel gehört nicht dazu Mehlwürmer zu züchten, sie vermehren sich prächtig. Man benötigt ledigleich zwei geeignete Unterkünfte, eine für die Mehlwürmer und eine andere für die Puppen. Diese sollten getrennt werden da Mehlwürmer zu Kanibalismus neigen und die unbeweglichen Puppen schnell mal anfressen. Die Puppen werden einfach regelmäßig heraus gesammelt und extra untergebracht. Die daraus entstehenden Mehlkäfer (Tenebrio molitor) können bei den Puppen verbleiben. In regelmäßgen abständen werden nun das Einstreu samt Würmern durch ein Sieb gegeben, die Käfer herausgesammelt und der Nachwuchs kann zu den anderen Mehlwürmern ins Becken.

 

Die Entwicklung

Der anfangs 2 mm kleine Mehlwurm werden bis zu 3 cm lang und haben eine bräunliche Farbe. Weiße Würmer haben gerade eine Häutung hinter sich. Die Entwicklung zur Puppe dauert etwa 10 Monate, aus dieser entsteht nach nur zwei Wochen der Mehlkäfer, welcher durchschnittlich 3 Monate lebt. Der Mehlkäfer legt in seinem Leben über 100 Eier die gerade mal 1,5 Millimeter klein und oval geformt. Er ist nach dem Verpuppen weißlich mit hellem rotbraunem Kopf und wird später dunkelbraun bis schwarz.

                         

 

Das Mehlwurmheim

Für die Mehlwurmzucht eignen sich Faunaboxen oder Aquarien sehr gut. Die Maße sollten je nach Umfang der Zucht 40 x 40 x 30 Zentimeter oder mehr betragen. Bei einer Temperatur unter 22 °C wird die Zucht wenig Erfolg zeigen, am idealsten sollen sie sich bei 25 °C vermehren. Als "Einstreu" habe ich die beste Erfahrung mit Paniermehl / Semmelbrösel gemacht, diese dienen zum einen als Futter und lassen sich zum anderen super durchsieben, was die Säuberung erheblich erleichtert. Sägespäne sind wegen der Reinigung sehr umständlich, die Würmer müssen einzeln heraus gesammelt werden, was bei einer höheren Anzahl ewig dauern kann. Ansonsten sollte man einige für einige dunkle Ecken sorgen, vor allem im Käferbecken, um die Eiablage zu fördern.

 

Die Ernährung

Mehlwürmer ernähren sich von Paniermehl / Semmelbrösel, Haferflocken, Weizenschrot und anderen Getreidearten. Außerdem sollten sie täglich frisches Obst oder Gemüse bekommen. Gern gefressen werden bei mir zB Apfel, Gurke (ohne Schale), dünne scheiben Karotte, Salate, Paprika usw. Auch verschiedene Kräuter, wie zB Löwenzahn wurden bereits angenommen.

 

Die Einrichtung eines Mehlwurmheimes


Ein Aquarium wird mit einer Schicht Paniermehl gefüllt.


Das Aquarium wird mit nun Birkenrinde, einem Birkenast,
einer Morkienwurzel und ein bisschen Moos eingerichtet.


Die Mehlwürmer dürfen nun in ihr neues Heim einziehen.


Das Frischfutter darf natürlich nicht vergessen werden.

 

 


Das Mehlkäfer Becken.

 



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